Gebäudeenergiegesetz, was kommt jetzt noch auf Unternehmen zu?
22. Februar 2025
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) stellt Unternehmen und private Haushalte vor erhebliche Herausforderungen. Seit dem 1. Januar 2024 dürfen neu installierte Heizungen nur noch in Betrieb genommen werden, wenn sie zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Regelung betrifft zunächst Neubauten in ausgewiesenen Neubaugebieten, wird jedoch spätestens ab 2028 für alle Neubauten verpflichtend. Für Bestandsgebäude gelten längere Übergangsfristen, die jedoch je nach kommunaler Wärmeplanung variieren können. Was hat das für Auswirkungen für die Eigenbelastungen bei den Sanierungsmaßnahmen? Einige Antworten liefert dieser Artikel.
Dämmung Foto von Erik Mclean auf Unsplash
Anforderungen an KUMs
Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Gebäude energetisch zu optimieren, um den Vorgaben des GEG gerecht zu werden. Dies betrifft sowohl Neubauten als auch Bestandsgebäude bei wesentlichen Renovierungen. Eine zentrale Maßnahme ist die Verbesserung der Gebäudehülle durch Dämmung von Fassaden, Dächern und Fenstern, um den Energiebedarf zu senken. Zudem müssen Heizungsanlagen auf den Einsatz erneuerbarer Energien umgestellt oder entsprechend ergänzt werden.
Möglichkeiten zur Sanierung
Die Integration von Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung kann ebenfalls zur Erfüllung der Anforderungen beitragen. Bei Arbeiten in großen Höhen, beispielsweise bei der Installation von Solarmodulen auf Dächern, ist die Arbeitssicherheit essenziell. Hierfür können Arbeitsbühnen von Genie eingesetzt werden, die sich durch ihre Flexibilität und Sicherheit auszeichnen. Sie ermöglichen einen sicheren Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen und können beispielsweise bei der Wartung und Nachrüstung von Dachisolierungen eingesetzt werden, um die Dämmwerte zu verbessern und Energieverluste zu reduzieren. Zudem erleichtern sie die Montage von Photovoltaikanlagen, indem sie Technikern eine stabile und sichere Arbeitsplattform in großer Höhe bieten.
Ältere Gebäude erfordern oft eine Optimierung der Fenster- und Fassadendämmung, um den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes zu entsprechen. Hebebühnen schaffen einen sicheren Zugang, sodass Monteure zügig neue Isolierungen anbringen oder veraltete Fenster durch energieeffiziente Modelle ersetzen.
Wer trägt die Kosten?
Energetische Sanierungsmaßnahmen wie Dämmungen, Heizungsmodernisierungen oder der Einbau von Photovoltaikanlagen erfordern hohe Investitionen. Diese Kosten hängen stark von der Größe des Gebäudes, dem aktuellen Zustand und den gewählten Technologien ab.
Viele Unternehmen finanzieren die Maßnahmen aus eigenen Rücklagen, doch nicht jedes Unternehmen kann die Summen ohne Unterstützung stemmen. Förderprogramme der KfW oder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) helfen, die finanzielle Belastung zu senken. Zuschüsse und günstige Kredite erleichtern es, Investitionen in Energieeffizienz wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Steuerliche Vorteile bieten eine weitere Möglichkeit, die Kosten abzufedern. Durch die Anrechnung der Ausgaben lässt sich die Steuerlast über mehrere Jahre durch Abschreibung reduzieren. Zudem bietet die Sanierung einen weiteren Vorteil: langfristige Energiekostensenkung.
Neubau oder Sanierung – was lohnt sich für Unternehmen?
Unternehmen stehen vor der Entscheidung, ob eine energetische Sanierung eines bestehenden Gebäudes oder ein Neubau wirtschaftlich sinnvoller ist. Beide Optionen sind mit hohen Investitionen verbunden, jedoch unterscheiden sich die langfristigen Kosten und Einsparpotenziale erheblich.
Eine Sanierung eines bestehenden Gebäudes nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) umfasst oft Dämmmaßnahmen, neue Fenster, eine moderne Heizungsanlage und Photovoltaik. Die Kosten variieren stark je nach Zustand des Gebäudes. Eine umfassende Sanierung kann pro Quadratmeter zwischen 500 und 1.200 Euro kosten. Für eine 4.000 Quadratmeter große Produktionshalle bedeutet dies Investitionen von 2 bis 4,8 Millionen Euro. Gleichzeitig lassen sich durch bessere Dämmung und moderne Heiztechnik bis zu 50 Prozent Energiekosten einsparen.
Für einen Neubau nach dem Effizienzhaus-40-Standard liegen die Kosten durchschnittlich bei 1.800 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. Der Bau einer 4.000 Quadratmeter großen Produktionshalle erfordert daher Investitionen zwischen 7,2 und 10 Millionen Euro – mindestens doppelt so viel wie eine umfassende Sanierung. Direkt nach Fertigstellung erfüllt das Gebäude sämtliche gesetzlichen Vorgaben und verursacht über die Jahre hinweg deutlich geringere Betriebskosten.
Wann ist welche Entscheidung sinnvoll?
Günstiger fällt die Sanierung aus, wenn das bestehende Gebäude strukturell intakt ist und sich energetische Verbesserungen problemlos umsetzen lassen. Ein Neubau stellt die bessere Wahl dar, sobald die Bestandsimmobilie erhebliche Mängel aufweist oder dauerhaft hohe Ausgaben für Energie und Wartung anfallen.